Stadtspaziergang mit Fellows des Wissenschaftskollegs am 10. April 2013

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Gestern verlegt – heute geschändet

Rechtsradikales Attentat auf die soeben verlegte Stolperschwelle und die Stolpersteine in der Stierstraße und Fregestraße in Friedenau

Unter großer Anteilnahme der Nachbarschaft ist gestern die erste Stolperschwelle Berlins für eine kleine Synagoge in der Stierstraße und 10 Stolpersteine in der angrenzenden Fregestraße der Öffentlichkeit übergeben worden. Der Rabbiner Daniel Alter hielt eine Ansprache und sprach das Kaddisch, die Zeremonie wurde von Musikbeiträgen umrahmt; anschließend wurden 10 neue Stolpersteine in der Frege- und Wilhelm-Hauff-Straße eingeweiht. Angehörige waren aus Jerusalem angereist, um der Zeremonie beizuwohnen. An den Stolpersteinen wurden von Mitgliedern der Initiativgruppe die Biografien der deportierten und ermordeten Juden verlesen. Dr. Sibyll Klotz, Stadträtin für Gesundheit und Soziales, war anwesend. Beim abschließenden Beisammensein im Literaturhotel Friedenau wurde auch den Spendern gedankt – besonders der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg.

In der Nacht wurde die Stolperschwelle sowie der meisten Stolpersteine, die in der Stierstrasse und Fregestraße liegen, geschändet: Schwarze Farbe überdeckt nun die goldenen Messingoberflächen der Schwelle und der Steine. Wir haben umgehend die Polizei und Presse informiert.

Wir sind erschüttert und traurig, doch werden wir uns in unserem Engagement nicht beirren und schon gar nicht einschüchtern lassen.

Die Stolperschwelle für die Synagoge in der Stierstraße 21

Die Stolperschwelle für die Synagoge in der Stierstraße 21

Geschändete Stolperschwelle am 29. März

Geschändete Stolperschwelle am 29. März

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Eine Stolperschwelle und 10 Stolpersteine

Am Donnerstag, dem 28. März 2013 wird vor der Stierstraße 21 in Berlin-Friedenau vom Künstler Gunter Demnig eine Stolperschwelle verlegt.  

Sie trägt die Inschrift: 

STIERSTRASSE 21 VORDERHAUS 1. ETAGE RECHTS

IN DIESER WOHNUNG WAR VON 1933 BIS 1938 EIN JÜDISCHER BETRAUM

1938 – NOVEMBERPOGROM – VON DEN NAZIS GESCHLOSSEN

Die Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße Friedenau wird die Stolperschwelle am  

Donnerstag, dem  28. März um 17:30 Uhr

in der Stierstraße 21, Berlin-Friedenau

der Öffentlichkeit übergeben.

 

Die Anregung dazu gab Henry Kuttner, der uns darum bat, für die private Synagoge einen Stolperstein zu legen. Er ist als kleiner Junge oft in diese Wohnung  gegangen, in der sich der Betsaal, ein Kinderhort und eine Suppenküche befanden; sie war die letzte Möglichkeit der jüdischen Gemeinde, gemeinsam zu feiern und sich zu treffen, bis auch diese bescheiden in einer Wohnung eingerichtete Synagoge nach dem Novemberpogrom 1938 von den Nazis geschlossen wurde.

Henry Kuttner lebt in London und hat von der Tätigkeit unserer Initiativgruppe erfahren.

Stolpersteine werden ausschließlich für Nazi-Opfer – also nur für Personen – gelegt, doch wird der Künstler Gunter Demnig eine Stolperschwelle fertigen. Sie ist etwa einen Meter lang, besteht ebenfalls aus Messing und wird – wie ein Stolperstein – in den Bürgersteig eingelassen.  

Am gleichen Tag werden 10 Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete jüdische Bewohner in der angrenzenden Fregestraße und Wilhelm-Hauff-Straße verlegt. Die Übergabe der Stolpersteine an die Öffentlichkeit erfolgt  unmittelbar im Anschluss, indem wir zu den Steinen gehen und von den Lebensläufen der Opfer erzählen. 

Das Programm zur Zeremonie wird einige Tage vor der Verlegung der Stolpersteine  und der Schwelle veröffentlicht.

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Führung am 20. April

harteneck

Jüdische Architekten und Bewohner der Villenkolonie Grunewald

20. April 2013 – 11:00 Uhr, Dauer: 2 Stunden
Beitrag: 12 €
Treffpunkt :
Hubertusbader/Ecke Hagenstraße (Bus 186)
Nähe Roseneck (Busse X 10, 110, 115, M 29 und 249)

Wir besuchen die Villen der berühmten Bewohner der zwanziger Jahre, als Berlin eine wirkliche Weltstadt war. Wir sehen die originellen Landhäuser und hören vom Leben und Schicksal ihrer Architekten und Bewohner wie Lion Feuchtwanger, Walther Rathenau, Friedrich Wilhelm Murnau, Engelbert Humperdinck.

 

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Führung am 21. April

Friedenau: eine idyllische Landgemeinde
 21. April 2013 – 11:00 Uhr
Beitrag: 12 €
Treffpunkt: Varziner Platz
 Fahrverbindung: Bus 248 oder S- und U-Bahnhof Bundesallee

Wir sehen die Architektur der – vorigen – Jahrhundertwende: Villen der Rohbauern und Putzbauern, Jugendstilmiethäuser der Bourgeoisie und erinnern uns an die berühmten Bewohner: Günter Grass, Karl Schmidt-Rottluff, Max Herrmann-Neiße, Uwe Johnson, P1030737Widerstandskämpfer der Roten Kapelle.

Der Stadtspaziergang endet mit Informationen in der Stierstraße zu den dort liegenden Stolpersteinen.

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Führung am 27. April

Die Villenkolonie Grunewald und ihre Bewohner
 27. April 2013 – 11:00 Uhr
Dauer: 2 Stunden

Mendelssohn-Palais

Mendelssohn-Palais

 
 

Beitrag: 12 €
Treffpunkt:
Roseneck: Teplitzer/Ecke Hagenstraße (Buslinien 186, M 29, X 10)
Wir sehen die Villen und Landhäuser der Künstler, Banker, Widerstandskämpfer und erinnern uns spazierend an ihre Lebenswege, Kämpfe und Schicksale im Berlin der 20er und 30er Jahre.
Der Stadtspaziergang endet am Hagenplatz.

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Führung am 28. April

Widerstandskämpfer und Künstler in Friedenau
28. April 2013 – 11:00 Uhr
Beitrag: 12 €
Treffpunkt: Varziner Platz
Fahrverbindung: Bus 248 oder S- und U-Bahnhof Bundesallee

Rüdesheimer Platz

Rüdesheimer Platz

 

Wir sehen Villen, Landhäuser, Jugendstilgebäude und erinnern uns an die berühmten Bewohner und ihr Schicksal. Auf dem Künstlerfriedhof Friedenau besuchen wir die Gräber von Helmut Newton und Marlene Dietrich, dann gehen wir zur Gartenterrassenstadt am Rüdesheimer Platz.

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Gedenken zur Pogromnacht vom 9. Nobember 1938

Am Freitag, dem 9.11.2012 wollen wir zur Erinnerung an die Pogromnacht des 9. November 1938 die 54 Stolpersteine in der Stierstraße Friedenau mit Kerzen beleuchten und mit Blumen schmücken.

In der Pogromnacht am 9 November 1938 sind mehrere Bewohner der Stierstraße verhaftet und in Gestapo-Gefängnissen eingesperrt worden.

Auch die kleine Synagoge, die sich in einer Wohnung der Stierstraße 21 befand, wurde nach der Pogromnacht geschlossen.

Kommt und nehmt teil am Gedenken.

Freitag, 9. November, Stierstraße Friedenau, ab 16:30 Uhr

Die Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße hat vor kurzem drei weitere Stolpersteine für Nazi-Opfer, die in der Stierstraße gelebt haben, angemeldet. Auch wird Gunter Demnig für die kleine Synagoge eine Stolperschwelle legen.

Emmanuel Nahshon, seit August 2009 Gesandter des Staates Israel an der Botschaft in Berlin, hat dieser Aktion, an der sich viele Initiativgruppen in vielen Straßen Berlins beteiligen, als wundervolle Geste bezeichnet und wird selbst vor der Synagoge an der Pestalozzistraße zum Gedenken an die von dort deportierten jüdischen Berlinerinnen und Berliner symbolisch Kerzen aufstellen.

Gedenken am 9. November

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Führung rund um die Stierstraße am 8. September

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Übergabe von 6 Stolpersteinen an die Öffentlichkeit in der Fregestraße

Kinder legen Blumen auf die Steine

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