Einladung zur 7. Peira-Matinee am 9. November 2014, 11:00 Uhr – 13:00 Uhr

Stolpersteine:  ein Kunstwerk, das eine neue öffentliche Wahrnehmung der NS-Verbrechen hervorruft – und ein politisches Projekt

Ein Gespräch mit Petra T. Fritsche

Moderiert von Rainer Thiem – Peira – Gesellschaft für politisches Wagnis

Ort: Cum Laude – das Restaurant in der Humboldt-Universität zu Berlin
Adresse: Am Festungsgraben, 10117 Berlin

!Hier als Filmmitschnitt zu sehen

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Einladung zum Spaziergang durch Friedenau am 19. Oktober, 11:00 Uhr

 

 

Wohnhaus Günter Grass

Wohnhaus Günter Grass

Wir sehen die Architektur der – vorigen – Jahrhundertwende:

Villen der Rohbauern und Putzbauern, Jugendstilmiethäuser der Bourgeoisie und erinnern uns an die berühmten Bewohner: Günter Grass, Karl Schmidt-Rottluff, Max Herrmann-Neiße, Uwe Johnson, Widerstandskämpfer der Roten Kapelle.

Der Stadtspaziergang endet mit Informationen in der Stierstraße zu den dort liegenden Stolpersteinen.

Anmeldungen hier: petra.fritsche@freenet.de

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8 neue Stolpersteine am Donnerstag, 16. Oktober in Berlin-Friedenau

Die Initiativgruppe Stolpersteine Friedenau lädt ein zur
Übergabe von 8 Stolpersteinen:
Donnerstag, 16. Oktober 2014, 17:00 Uhr
Friedenau, Cosimaplatz 5
Von dort gehen wir gemeinsam zur Sponholzstraße und Fregestraße

Musikalische Begleitung: Verena Färber und Luise Seehofer
– Violine –

Programm20141016

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Pressemitteilung zum Zeitzeugengespräch im Rathaus Schöneberg

Zeitzeugengespräch im Rathaus Schöneberg
Montag, 13. Oktober, 19:00 Uhr, John-F.-Kennedy-Saal

Der Zeitzeuge Hans Schmal (Jg. 1935)
im Gespräch mit Petra Fritsche (Stolpersteininitiative Friedenau)

Der Zeitzeuge Hans Schmal fliegt mit seinen Kindern und Enkeln – 18 an der Zahl – von Israel in seine Heimatstadt Berlin, um mit ihnen sowie mit der Bürgermeisterin Angelika Schöttler in der Ausstellung WIR WAREN NACHBARN ein neues Album über seine Familie zu installieren.

Vor einem Jahr hatte er diese Ausstellung mit seiner Ehefrau besucht und sich gewünscht, dass seine auf Hebräisch verfasste Familiengeschichte, die seinem Vater und seinen Großeltern gewidmet ist, auch in dieser Ausstellung liegt. Er hat sie in sein Kindheits-Deutsch übersetzt und Dr. Petra Fritsche von der Stolpersteininitiative Friedenau hat diese wiederum editorisch für das Album-Format bearbeitet. Sie wird mit weiteren Mitgliedern der Stolperstein-Initiative an dieser Übergabe teilnehmen.

Presseterminangaben
Die Familienmitglieder werden dann weiter in Europa herumreisen, während Hans Schmal und seine Frau Rina in der Stadt bleiben. Er wird am darauf folgenden Montag zu einem öffentlichen Zeitzeugengespräch mit Petra Fritsche wieder im Rathaus sein (s. o.). Hier wird Hans Schmal über seine Erinnerungen als Kind im bombardierten Berlin erzählen. Und auch darüber, dass er Zeit seines Lebens an den letzten Besuch bei seinen Großeltern in der Schöneberger Courbièrestraße gedacht hat, als er sechs Jahre alt war. Umso dankbarer war er für die Unterstützung durch die Stolpersteininitiative bei der Verlegung der Stolpersteine für die deportierten Großeltern.

Nähere Informationen: (030) 90277-2838
www.wirwarennachbarn.de (Presseinfo und Flyer zum Herunter laden)

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Infokasten zu den Stolpersteinen in der Stierstraße

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

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Ehrung durch die Harold Bob Stiftung am 30. September 2014

Im Centrum Judaicum erhielt ich von der Harold Bob Stiftung am 30. September ein Geschenk und eine Urkunde:
Urkunde-Harold-Bob-Stiftung

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Neuer Anschlag auf das Gedenken

Demolierter Informationskasten am 10. September 14Am 10. September rief mich die Polizei an: Die Scheibe des Infokastens der Initiativgruppe Stolpersteine Friedenau war in der Nacht eingeschlagen und alle Dokumente und Fotos, die sich darin befanden, wurden gestohlen.

Die Polizei hat zwei Ziegelsteine sichergestellt und den Staatsschutz (wieder einmal) eingeschaltet.

Nach den verschiedenen Anschlägen auf den Infokasten, die Stolpersteine und auch auf mich, ist das nach einigen Monaten der Ruhe ein neues Attentat!

Eine Liste der Untaten, die sich gegen mich, die Stolpersteine sowie die Informationstafel der Initiativgruppe richten, füge ich an sowie einige Fotos, die ich gleich von dem zerstörten Informationskasten gemacht habe. Ich habe die anliegende Liste und den letzten Drohbrief, den ich in meinem Briefkasten fand, in den Kasten gehängt, um die Anwohner und Nachbarschaft zu informieren.

Zweifellos handelt es sich bei diesem Anschlag um die Fortsetzung einer langen Reihe von Anschlägen, Beschädigungen und Drohungen, die sich gegen das Gedenken der Opfer des Nazi-Terrors richten.

Hier folgt eine Liste der Bedrohungen, Anschläge auf die Infotafel und Stolperstein-Schändungen in der Stierstraße Friedenau von 2013 und 2014.

Der Tagesspiegel hat dazu am 11. September einen Artikel veröffentlicht.

 

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Pressemitteilung zur Nominierung für den Deutschen Engagementpreis 2014

Websticker_Nominiert-2014Petra T. Fritsche ist für den Deutschen Engagementpreis 2014 nominiert

Berlin, 24. August 2014
Petra T. Fritsche von der Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße ist für den Deutschen Engagementpreis 2014 nominiert. Der Einsatz für Stolpersteine erfährt durch diese Nominierung eine besondere Anerkennung. Petra T. Fritsche engagiert sich trotz anonymer Bedrohung unermüdlich dafür, mit inzwischen etwa 100 Stolpersteinen das Gedenken an NS-Opfer wach zu halten (so die Begründung der Nominierung für den Deutschen Engagementpreis).

Petra T. Fritsche und die Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße Friedenau danken allen Unterstützern.

Der Deutsche Engagementpreis stärkt die Aufmerksamkeit und die Anerkennung für freiwilliges Engagement in Deutschland. Träger des Preises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Dachverbänden und unabhängigen Organisationen des Dritten Sektors. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Generali Zukunftsfonds.

Seit 2009 wird der Deutsche Engagementpreis jährlich in den Kategorien Gemeinnütziger Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft sowie Politik & Verwaltung ausgelobt. Mit der Schwerpunktkategorie „Miteinander der Generationen“ würdigt der Deutsche Engagementpreis in diesem Jahr insbesondere Personen, Initiativen und Organisationen, die sich für den Zusammenhalt der Generationen engagieren und damit vorbildlich für die Zukunft des Gemeinwohls einsetzen. Die Stolpersteine gedenken jeweils eines einzelnen Menschen. Die Beschäftigung mit dem Lebens- und Leidensweg, die Recherche in Archiven, die Beteiligungen an den Zeremonien bei der Übergabe von Stolpersteinen an die Öffentlichkeit ermöglicht es auch Kindern und Jugendlichen, sich am Gedenken auf vielfältige Weise zu beteiligen. Auch auf diesem Gebiet engagiert sich Petra T. Fritsche besonders, indem sie Kinder und Jugendliche informiert, an Workshops teilnimmt. Die Stolpersteine wirken als Kunstwerk und Mahnmal generationenübergreifend.

Eine Experten-Jury wählt im September die Preisträgerinnen und Preisträger sowie die 15 Finalistinnen und Finalisten für den Publikumspreis. Den Gewinner des mit 10 000 Euro dotierten Publikumspreises wählen die Bürgerinnen und Bürger im Oktober unter www.deutscher-engagementpreis.de. Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Engagementpreises werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 5. Dezember 2014, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, in Berlin bekanntgegeben und ausgezeichnet.

Kontakt:
Petra T. Fritsche
Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße Friedenau
Dickhardtstraße 30, 12161 Berlin, Tel. 030/85072025
petra.fritsche@freenet.de
www.petra-fritsche.de

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Preisverleihung der Harold Bob Stiftung am 30. September 2014

Die Harold Bob Stiftung fördert seit 1986 Projekte von und für junge Menschen. Ihr Ziel ist es, die Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden und zwischen Bürgern Deutschlands und Israels zu verbessern.

Die Stiftung ehrt Menschen, die sich in herausragender Weise um die Verständigung zwischen jüdischen und nichtjüdischen Bürgern bemühen und dafür auch bereit sind, persönliche Nachteile hinzunehmen. Dazu zählt auch Petra T. Fritsche.

Die Stiftung zur Verleihung des Preises an Petra T. Fritsche:

„Kuratorium und Stiftung sind beeindruckt, mit welchem Mut und welcher Entschlossenheit Sie daran arbeiten, mit Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus in Ihrer Nachbarschaft zu erinnern. Auch Drohungen und Einschüchterungsversuche können Sie nicht abhalten.“

Die Ehrung findet statt:
30. September 2014, 17 – 19 Uhr
In der Stiftung Neue Synagoge Centrum Judaicum

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Projekte im „Spotlight“

Einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden auf der Seite des Deutschen Engagementpreises 2014 vorgestellt. Dies trifft auch auf die Verfasserin dieses Blogs mit folgendem Text zu:

„Ein kleiner Stolperstein bewirkt, dass uns die Handlungen der Täter und Mitläufer deutlich werden, dass wir die langen Leidenswege der Opfer nachempfinden können und dass Kinder der Täter und der Opfer gemeinsam um einen Toten trauern – und das viele Tausend Mal.“

Zusammen mit den anderen Mitgliedern der Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße verlegt Petra Fritsche in ihrer Nachbarschaft in Berlin-Friedenau vor den einstigen Wohnungen rassisch und politisch Verfolgter und Ermordeter Gedenksteine, die sogenannten Stolpersteine. 
Die Steine sollen die Erinnerung an ehemalige Nachbarn aufrechterhalten, die während des NS-Regimes durch Deportation oder Verfolgung brutal aus ihrem Alltag gerissen wurden. Auf den Stolpersteinen sind der jeweilige Name, das Geburtsjahr und das Deportationsdatum, der Todesort sowie das Todesdatum eingraviert. Dadurch, dass die Steine in den Gehweg eingelassen sind, man also buchstäblich über sie „stolpert“, wird die Erinnerung in den eigenen Alltag miteinbezogen. Das von dem deutschen Künstler Gunter Demnig in den 90iger Jahren initiierte Stolperstein-Projekt hat sich inzwischen zum weltweit größten dezentralen Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus entwickelt.

Mit der Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße hat Petra Fritsche bis zum heutigen Tag 57 Stolpersteine und eine Stolperschwelle für die ehemalige Synagoge gelegt. Vor der feierlichen Verlegung recherchiert sie in den Archiven zu den Lebensläufen derjenigen, für die ein Stein gelegt werden soll, nimmt Kontakt zu Angehörigen und Nachfahren auf, lädt diese zur Zeremonie ein und betreut sie während ihres Aufenthalts. Außerdem übernimmt sie die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative, gibt Interviews und hält Reden. Durch Vorträge und Präsentationen zu den Stolpersteinen in Vereinen, Kirchen, Schulen und anderen Bildungseinrichtungen versucht sie ein Verbrechen, das in seinem Umfang unbegreiflich ist, begreifbar zu machen.

Petra Fritsches aktive Rolle bei der Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße hat ihr nicht nur Freunde eingebracht. Sie bekam anonyme Drohbriefe; die Stolpersteine in der Stierstraße wurden geschändet. Für Petra Fritsche ist dies umso mehr Ansporn, das Stolperstein-Projekt fortzuführen: „Die Angriffe, die im vorigen und diesem Jahr auf mich erfolgten, bestärken mich in meinem Engagement – zeigen sie doch, dass ein Teil unserer Gesellschaft auch 70 Jahre nach Beendigung der NS-Herrschaft keine Bereitschaft zeigt, sich mit den Verbrechen zu befassen und der Opfer zu gedenken.“

Preiskategorie: Einzelpersonen
Engagementbereich: Sonstiges

Quelle: www.deutscher-engagementpreis.de

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